Wir waren 2004 bei "KiR"

Gälfiäßler - die badische Band
Prof. Dr. Horst Ehmke
Simone Solga
Emil Steinberger
Klezmer Quartett Heidelberg

Klezmer Quartett Heidelberg: Das Spiel der tanzenden Finger

 

 

26. November 2004 - Ein Konzert entführt in die Welt des Klezmer

 

Auch die letzte von insgesamt fünf Veranstaltungen der SPD-Projektgruppe ?KiR ? Kunst in Rheinstetten? im Jahr 2004 war ein Volltreffer. Nach dem internationalen Star ?Emil? hatten die ?KiR?-Macher dieses Mal mit dem ?Klezmer Quartett Heidelberg? vier junge Musiker der Spitzenklasse verpflichtet, denen es bereits beim ersten Stück des Konzerts gelang, den Funken auf ein begeistertes Publikum überspringen zu lassen.

 

 

Was Martin Leckebusch (Geige), Jörg Teichert (Gitarre), Roland Döringer (Kontrabass) und Holger Teichert (Klarinette) ihren Instrumenten entlockten, wie sie miteinander spielten und die Musik interpretierten zeugte von ganz besonderer Güte. Es war in der Tat ?das Spiel der tanzenden Finger?, das die Aula des Schulzentrums in seinen Bann zog und das Publikum eintauchen ließ in diese unergründbare Welt von Melancholie und Leidenschaft, von überschäumender Freude und tiefer Trauer, von dunklem Moll und hellem Dur. Das Spiel der feinsinnige Geige und die zum Teil menschliche Züge annehmende Antwort von Klarinette und Saxophon gepaart mit der Rhythmik von Bass und Gitarre verzauberten. Durch seine informative und doch heitere Moderation führte Martin Leckebusch sein Publikum behutsam in die Welt des Klezmer ein, so dass auch Neulinge ein Gefühl für diese Kultur bekommen konnten.

 

 

Dem ?Klezmer Quartett Heidelberg? geht es aber, wie Holger Schorb zutreffend in seiner BNN-Rezension über das Konzert schreibt, ?weniger um eine authentische Darbietung der Stücke, als vielmehr um die eigene Interpretation. Da mischt sich plötzlich Bach in die Darbietung, der Mann am Kontrabass lässt durchblicken, dass er auch als Jazzmusiker aktiv ist. Vor allem aber integriert das Quartett noch weitere traditionelle Musik aus Osteuropa in sein Repertoire wie diejenige der Sinti und Roma. Klezmer trifft hier auf Czardas, und das mit viel Temperament.?

 

 

Als das Konzert nach zweieinhalb Stunden sein Ende findet, zeugen sowohl das begeistert applaudierende Publikum als auch die strahlenden Musiker des ?Klezmer Quartett Heidelberg? von einem rundum gelungenen Abend auf hohem musikalischem Niveau.

 

zurück,,,

 

Emil Steinberger: Emil - eine kabarettistische Lesung

100 Minuten Emil pur!

 

15. Oktober 2004

 

Nun also war Emil in Rheinstetten und lieferte eine perfekte Vorstellung ab! Vor einem begeisterten Publikum in der seit Wochen restlos ausverkauften Aula des Schulzentrums zeigte Emil Steinberger, dass er zwar als lesender Autor auftrat, aber der Geist seiner Kunstfigur ?Emil? war in jedem Wort spürbar. Mimik, Gestik und diese einmalige Klangfärbung seiner Stimme ? alles war Emil! Und genau das war es, was alle hören und sehen wollten. 100 Minuten ?Emil pur?.

 

Der internationale Star, der tags zuvor noch in Köln mit dem Deutschen Comedy Ehrenpreis ausge-zeichnet worden war und bereits nächste Woche in Japan auftreten wird, machte Station bei ?Der Kultur auf dem Lande?, wie er ins ?KiR?-Gästebuch schrieb, und erzählte Lügengeschichten am laufenden Band ? aber vielleicht war auch alles wahr, was Emil zum Besten gab. Seinem Publikum war?s egal, es fühlte sich herrlich unterhalten.

 

Übrigens: Emil war in Rheinstetten gleich zwei Mal auf der Bühne ? persönlich als Emil Steinberger und als überlebensgroße Karikatur, mit der der Rheins-tettener Künstler Waldemar Lustig erneut ein einma-liges Bühnenbild für ?KiR? geschaffen hat. Dafür gebührt ihm ebenso herzlicher Dank wie Ulrike Schmerbeck und ihren Mitarbeiterinnen der Reginbert-Buchhandlung für ihren selbstlosen Einsatz beim Kartenvorverkauf und die Bereitstellung des Büchertisches am Veranstaltungsabend, sowie der Firma Rissland für die professionelle Beschallung der Aula.

 

 

Ebenso herzlich bedankte sich ?KiR?-Leiter Wolfgang Knoch im Anschluss an die Emil-Lesung bei allen Helferinnen und Helfern des ?KiR?-Teams und bei den Hausmeistern für die gute Zusammenarbeit.

 

 

?Dieser Emil-Abend war für Rheinstetten ein echter kultureller Glanzpunkt, auf den wir von ?KiR? ein klein wenig stolz sind und der uns gleichzeitig anspornt, uns weiter um solche ?Perlen der Kleinkunst? zu bemühen und sie nach Rheinstetten zu bringen.?

 

zurück...

 

Lesung mit Prof. Horst Ehmke:

Horst Ehmke liest aus seinem Krimi "Privatsache"
Horst Ehmke beim Eintrag ins "Goldene Buch" der Stadt Rheinstetten

Horst Ehmke las aus "Privatsache"

 

 

23. April 2004 - Eine Krimi-Lesung der besonderen Art

 

Der ehemalige Bundesminister las im ?Zentrum Rösselsbrünnle? zwar aus seinem neuesten Roman ?Privatsache?, aber erst in der Diskussion mit dem Publikum offenbarte Horst Ehmke sein wahres rhe-torisches Talent: er fesselte, gab Hinweise, erklärte Zusammenhänge. Es waren die Zwischentöne, die eingestreuten Halbsätze, die aufhorchen ließen, die zum Schmunzeln, zum Nachdenken und zu-stimmenden Nicken verleiteten.

 

Tagesaktuell waren seine Bemerkungen zu ?Global Player? Jürgen Schrempp oder zum ?Euro-Coup? als Eingangslektüre für alle Anfangssemester der Finanzwissenschaft, erhellend seine Einblicke in die Welt der Banken und Finanzen, erschütternd seine Berichte über die Kindersoldaten Afrikas. Aus je-der seiner Äußerungen wurde deutlich, wie groß der Stellenwert ist, den Horst Ehmke gelungener Entwicklungshilfe beimisst. Seine persönlichen Erfahrungen, die er in Sierra Leone sammelte, fasste er zusammen: ?Es ist etwas anderes theoretisch über Bürgerkriegstote zu reden oder zu schreiben als vor 500 zerstückelten, misshandelten Kinderleichen zu stehen!?

 

Befragt nach seinen Vorbildern entschlüpfte Horst Ehmke der Satz: ?Willy ist zwar mein Gott, aber Nelson Mandela kommt gleich danach!? Was dieser Politiker für Afrika, für das friedliche und vor allem unblutige Ende der südafrikanischen Apartheidspolitik getan habe, sei bewundernswert.

 

Vor der Lesung hatte sich Horst Ehmke, der in Begleitung seiner Ehefrau nach Rheinstetten gekom-men war, als einer der bedeutendsten Mitgestalter und Zeitzeugen der ?Ära Willy Brandt? ins Goldene Buch der Stadt Rheinstetten eingetragen.

 

zurück...

 

Simone Solga: Perle mit Zündschnur

 

14. April 2004 - Eine Vollblut-Kabarettistin tritt auf

 

Simone Solga, die Perle mit Zündschnur, brannte ein wahres kabarettistisches Feuerwerk bei ihrem Auftritt in Rheinstetten ab. Vier Zugaben und nicht enden wollender Beifall zeigten, dass sowohl die Künstlerin als auch ihr Publikum einen rundum gelungenen Abend erlebt hatten.

 

Wer Simone Solga nur aus ihren Gastauftritten in der RTL-Kult-Sendung ?Sieben Tage sieben Köpfe? kennt, nimmt nur einen winzigen Teil ihres kabarettistischen Könnens zur Kenntnis. Die Besucher ihres Auftritts in Rheinstetten lernten die ?ganze Solga? kennen: eine bestens ausgebildete, komplette Künstlerin mit einer kabarettistischen Bandbreite, die ihresgleichen sucht. Egal ob als Sängerin oder Tänzerin, ob sie wortakrobatisch in Überschallgeschwindigkeit ihre Pointen setzte, als Ulla Schmidt brillierte, als Doris Schröder-Köpf ihren Gerd an seine Versprechen zum Wasser- und Bierholen erinnerte oder in einem Parforceritt amerikanische Bush-Politik verdeutlichte ? Simone Solga zündete ein Kabarett-Feuerwerk, das begeisterte. Ihr ?nasser Lappen? war ebenso genial wie ihr Spiel mit dem Publikum, wobei sie in Altbürgermeister Kurt Roth ein famos mitspielendes ?Opfer? fand.

 

Ach ja ? und seit Solgas ?KiR?-Auftritt weiß ihr Publikum auch ein klein wenig mehr über Aschersleben, das auch Forchheim, Mörsch, Neuburgweier oder anderswie heißen könnte.

 

zurück...

 

"Gälfiäßler"-Konzert: Balsam für die badische Brust

Die badische Musikgruppe "Gälfiäßler" bei ihrem "Vorfrühlingskonzert" bei "KiR" in Rheinstetten.

 

 

19. März 2004 - "Vorfrühlingskonzert der Gälfiäßler"

 

Mit einem furiosen Abend begeisterten die ?Gälfiäßler? Rheinstetten. Mit großem Erstaunen und ebensolchem Vergnügen genoss das Publikum die musikalische und sprachliche Vielfalt der südbadischen Kultband.

 

Alemannisch in Reinkultur und eine im Guinness-Buch der Rekorde ausgezeichnete Instrumentierung brachten den Saal zum Beben und erzeugte Begeisterung.

 

Was die vier virtuosen Musiker ?aus dem Tal der Schutter? auf der Bühne boten, war nicht nur Balsam für die badische Brust, sondern entzückte auch Musikliebhaber. ?Das ist tatsächlich ein Teufelsposaunist?, so das fachkundige Publikumsurteil über Franz Schüssele, als er mit brennender Posaune einen unter vielen musikalischen Höhepunkten kurz vor der Pause setzte.

 

Ob es nun ?die Geschichte vom Bibeleskäs?, das ?Spätzle-Lied? oder gar die badische Nationalhymne, ?Das Badnerlied?, war, die ?Gälfiäßler? landeten einen Volltreffer nach dem anderen, erzeugten eine grandiose Mitmachstimmung und wurden mit langanhaltendem, zugabeforderndem Beifall belohnt.

 

 

zurück...