Klaus Peter Schreiner: Einmal Deutschland und zurück
Satirischer Wortakrobat auf kabarettistischer Zeitreise
Bei seinem KiR-Gastspiel in Rheinstetten bestätigte Klaus Peter Schreiner seinen Ruf ?der geschliffenste Satiriker Deutschlands? zu sein. Obwohl sein Programm ?Einmal Deutschland und zurück? ein Rückgriff auf 50 Jahre sati-risch - kabarettistischen Schaffens war und Klaus Peter Schreiner bewusst keine neuen Texte vortrug, war ?die kabarettistische Zeitreise? hochaktuell.
Seine Abrechnung mit dem Computer-Zeitgeist war ebenso ein Volltreffer wie seine Vorschläge zur Gesundheitsreform aus dem Jahr 1976 mit der Ein-führung von Second-Hand-Apotheken; unübertroffen seine Erdkunde - Lehr-stunde zur ?geografisch ? strategische - moralischen Wende der alten Bun-desrepublik Deutschland von 1982 oder seine ?Haus- und Hofmärchen? um ?Null Bock und die Sieben Geißlein?, die immer wieder geschickt zum nächsten Themenblock überleiteten.
Dass der Abend sowohl dem Publikum als auch dem Künstler großes Vergnü-gen bereitete, zeigte einerseits der langanhaltende Beifall und andererseits Klaus Peter Schreiners Eintrag ins KiR-Gästebuch:
?Was für ein Publikum! Danke vielmals!?
Ein Abend mit Vincent Klink: Häuptling Eigener Herd
14. September 2003 - Sternekoch Vincent Klink plaudert in Rheinstetten
Nein, Kochrezepte wollte Spitzenkoch Vincent Klink am Sonntag dem Publikum im Schulzentrum Mörsch nicht verraten ? ?ich habe schließlich meinen freien Tag?. So ganz klappte das jedoch nicht, das Thema Essen stand schließlich bei seinem Auftritt der Reihe ?Kunst in Rheinstetten? (KiR) der SPD im Mittelpunkt, auch wenn Klink Einblicke in sein Leben und seine Denkweise gab. Quasi aus dem Handgelenk gab es manchen Kü-chentipp für die 400 begeisterten Zuhörer.
Der Kochkünstler von der Wielandshöhe in Stuttgart bekannte, dass er Jahre hinter sich hatte, ?in denen ich lieber Jazz gemacht hab?, als im Haffe zu rühre?. Überhaupt habe ihn Kunst und Kultur schon jung fasziniert. Etwa in der Nachbarschaft seines Elternhauses in Schwäbisch Gmünd, wo ein Bildhauer ?jeden Tag eine schöne Frau auf dem Sofa liegen hatte?. Letztlich habe sich damals (der Wunsch des Vaters war Befehl) und auch jetzt wieder (aus freien Stücken) das Kochen durchgesetzt. Ernster wurde Klink, als es um die ?versuchte Verblödung der Verbraucher durch Unmengen an nichtssagenden oder irreführenden Gütesiegeln? ging.
Klink hat differenzierte Ansichten über die heu-tige Gastronomie, die er humorvoll zum Besten gab, inklusive eines Tests der Straßenküche in Thialand. Für sich habe er die ?Klimazonenküche? entdeckt: frische Produkte der Jahreszeit, die in dieser mitteleuropäischen Zone gedei-hen und ortstypische Gerichte ermöglichen. ?Ob das Bubespitzle heißt oder auf italienisch Trofie, ist mir wurscht?.
Die urschwäbischen Maultaschen seien schließlich ja auch aus Italien gekommen. Konsequent gräbt Klink alte Rezepte hervor und interpretiert sie etwas moderner. Davon überzeugen können sich drei Zuhörer, die jeweils ein Abendessen für zwei auf der Wielandshöhe gewonnen haben.
Richard Rogler: "Wenn ihr wollt, komm ich wieder!"
1. April 2003 - Solokabarett "Anfang offen"
"Das traditionelle Kabarett lebt" titelten die BNN ihren großen Bericht über den "KiR"-Abend mit Richard Rogler. Und in der Tat bot der bekannte Künstler mit "Anfang offen" ein Programm der absoluten Spitzenklasse und "bewies damit, dass das traditionelle Kabarett noch nicht am Krückstock geht". Seine pointierten Gags, "gut geschrieben, präzise gespielt", waren "absolute Brüller beim begeisterten Publikum".
Als Richard Rogler gegen 22:45 Uhr unter lang anhaltendem Beifall von der bühne ging, war nicht nur das Publikum von Roglers kabarettistischer Sonderklasse überzeugt, sondern auch der Künstler war begeistert vom Rheinstettener Publikum: "Wenn ihr wollt, komm ich wieder!", sagte er den "kiR"-Machern mit strahlenden Augen, was per Handschlag besiegelt wurde.
Wenn alles klappt, wird Richard Rogler auch mit seinem dann neuesten Programm exklusiv in Rheinstetten auftreten. Wer ihn am 1. April erlebt hat, wird verstehen, warum sich die "KiR"-Verantwortlichen darüber besonders freuten.
Dr. Manfred Rommel: Weisheiten eines schwäbischen OB
17. Januar 2003 - 1.000 Euro für das Herzmobil
dass der ehemalige Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, Dr. Manfred Rommel ein erfolgreicher Kommunalpolitiker und auch ein besonderes Exemplar des schwäbischen Geistes darstellt, war den Besuchern des ausverkauften Saals im ?Zentrum Rösselsbrünnle? bekannt.
Dass er jedoch eine solch faszinierende Persönlichkeit ist, wurde vielen erst durch seinen ?KiR?-Auftritt am vergangenen Freitagabend klar: Ein außergewöhnlicher Mensch gestaltete einen außergewöhnlichen Abend. Dafür danken wir ihm herzlich!
Dank Dr. Rommels Verzicht auf zusätzliche Gage und seiner Bitte, den Überschuss einem sozialen Zweck zuzuführen, konnte der Leiter der SPD-Projektgruppe ?KiR? Wolfgang Knoch gemeinsam mit Dr. Rommel dem Deutschen Roten Kreuz Rheinstetten für das ?Herz-Mobil? einen Scheck über 1.000,00 Euro überreichen.










